“To Kondo”

Marie Kondo hat aus dem ganz alltäglichen „MUSS“ des Aufräumens nahezu eine Philosophie entwickelt und wird mal ganz liebevoll die neue Mary Poppins und mal auch huldvoll als Aufräum-Guru bezeichnet. Sie werden anfänglich irritiert sein, warum wir darüber auf einer Hotelwebsite erzählen. Den Impuls gab ein kleiner Artikel über das Kofferpacken und da haben wir dann die Überleitung zum Hotelaufenthalt. Nicht, dass wir Ihnen nicht zutrauen, einen Koffer gut zu packen. Uns hat einfach diese akribische Anschauungsweise fasziniert, die in den USA mittlerweile schon zu einem Verb hybridisiert ist: „to kondo“. Auf unzähligen Videos gibt es Faltanaleitungen, Vorher/Nachher Bilder von Kleiderschränken und Zimmern. Es geht im Großen und Ganzen um das, was am Ende des Tages dann noch als wichtig übrig bleibt, wenn man sich von unbenutzten Dingen trennt. So würde die Freude am Wesentlichen wieder steigen, weil mit der Ordnung und die freiwerdende Luft zum Atmen gemeint ist.   Auf Reisen nehmen wir meist nur unsere Lieblingsstücke mit, Gegenstände und Bekleidungsstücke, die Freude versprühen. Dabei entdecken wir, was uns wirklich am Herzen liegt und das wiederum ist die beste Gelegenheit, zu hinterfragen, warum wir an allen anderen Tagen des Jahres eigentlich so viel zu brauchen meinen. Es liegt wie immer im Auge des Betrachters und so eine Zeremonie des Kofferpackens kann dann plötzlich zur Lehre fürs Leben werden.