3 hochkarätige Tipps für Kunstkenner

Eines vorweg: Der kalendarische Sommer endet am 21. September, der Badener Sommer dauert meist bis spät in den Oktober. Die Sonne wärmt noch wunderbar, das Klima ist mild und die Lebenslust groß. In diesem wunderbaren Ambiente entwickelt sich Baden-Baden zusehends zu einem Hotspot für Kunst.

, Baden-Baden als Geheimtipp der Kunstszene, Hotel am Sophienpark, Hotel am Sophienpark

Die Bilder der Brüder

Bis zum 4. Oktober können Sie die hervorragend inszenierte Ausstellung „Die Bilder der Brüder“ besuchen. Frieder Burda selbst hat die Konzeption noch begleitet, leider verstarb er am 14. Juli 2019. Sie sehen ihn gemeinsam mit seinen beiden Brüdern auf Werken von Andy Warhol, ein enger Freund der Freund der Familie Burda. Die Brüder setzten also die Sammlung ihrer Eltern fort und zeigen gerade frühe Werke aus dem Vermächtnis der Eltern in einem ganz besonderen Rahmen.

Der amerikanische zeitgenössische Maler Carl Ostendarp entwarf Wandmalereien nach einem ausgeklügelten Farbcodierungskonzept, das den Bilder eine große Ausdrucksmöglichkeit verleiht. Beckmann war einige Male in Baden-Baden und hat die düstere Stimmung des Naziregimes in Bildern festgehalten. So eine vielschichtige Ausstellung wird man selten erleben dürfen.

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Digital Dreams

Bis zum 4. September gastiert der international bekannte Medienkünstler Refik Anadol im Kurhaus. Die Veranstalter beschreiben es so: „Maler malen mit Pinseln – Refik Anadol mit Daten. Farben werden Pixel. Die Leinwand zur LED Wand.“  Hochästhetische Datenskulpturen entführen in faszinierende Träume. Man wird schwer die richtigen Worte für diese überraschenden Darstellungen finden, die der unglaublichen Wirkung gerecht werden.

Sie werden durch einen durchprogrmmierten Parcour geführt, erleben im Konferenzsaal „Nature Dreams“ und wandeln weiter bis in den Benazet Saal, in dem die 200 qm große Bodenfläche als Projektionsfläche dient. Bosphorus heißen die Projektionen hier und spiegeln die Meeresflächenaktivität des Marmarameeres wider. Refik Anadol wurde 1985 in Istanbul geboren und lebt und arbeitet mittlerweile in Los Angeles.

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FRIDA KAHLO:

Ein echter Geheimtipp! Einzigartig sind die Ausstellungen des Sammlerehepaares Gehrke Remund. Stellen sie doch jenseits von Mexiko die einzige Institution dar, die mit der Genehmigung der mexikanischen Regierung überhaupt Repliken anfertigen lassen darf.

Mit viel Liebe zum Detail bieten die beiden Sammler tiefe Einblicke in das Lebenswerk dieser außergewöhnlichen Künstlerin. Sprachaufnahmen von Frida Kahlo und ihrer Wegbegleiter, Filme, ganze Zimmereinrichtungen, Kleider – genau diese privaten Momentaufnahmen machen die Ausstellungen so lebendig. Dem Besucher wird aus diese Weise Frida Kahlos künstlerische Entwicklung sehr nahe gebracht.

Die 9. Frida Kahlo Ausstellung “Frida: meine Geheimnisse” ist bis zum 10. Januar 2021 verlängert.  In der Tradition des Museums erhalten alle Besucherinnen und Besucher leihweise und kostenfrei einen Katalog – erhältlich in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch – in dem Frida in eigenen Worten die Geschichten und Geheimnisse hinter ihren Gemälden offenbart.