Für uns steht fest: Heimat is where your heart is!

Dieser Spruch geisterte durchs world wide web und er gefiel uns so gut, weil er einfach provokant ist. Baden-Baden ist schon seit jeher international, man denke nur an die Römerbäder. Viele berühmte Menschen haben ihr Herz an die neue Heimat Baden-Baden verloren und nachhaltig die Stadtgeschichte mitgeprägt, viele als Gäste, einige auch als Bürger und manche als Mäzene.

Baden-Baden ist seit 1797 Sommerhauptstadt Europas. Jeder von Rang und Namen weilte eine gewisse Zeit in der damaligen Hipster Stadt. Die bekanntesten Namen sind wohl Zar Alexander von Russland, Napoleon III, Franz-Joseph von Österreich, Dostojewskij, Turgenjew, Bénazet, Boulet in der Neuzeit.

Im angehenden 19. Jahrhundert lag Paris im Trend, mit den großen Boulevards, beeindruckenden Stadthäusern mit verspielten Balkonen,  den ersten Kaufhäusern und natürlich der Mode. Wenn Sie jetzt einen Blick in die Sophienstraße werfen, dann finden Sie genau das!

1838 wurde die Spielbank in Paris geschlossen. Unser Glück, denn der Spielbankleiter Jacques Bénazet pachtete daraufhin das Casino in Baden-Baden und erklärte die Stadt zu seiner Heimat. Sein Sohn Edouard gestaltete das Casino so prunkvoll, wie wir es heute vorfinden, ließ das Theater nach dem Vorbild der Pariser Oper errichten und brachte mit der Rennbahn Iffezheim das internationale Galopprennen  nach Baden-Baden. Ein einzelner Mäzen sorgte für die größten gesellschaftlichen Ereignisse. Im Kurhaus spielten berühmter Musiker aus aller Welt. Die Kunstszene stellte sich besonders gerne über die Sommermonate ein, um von dem wohlhabenden Publikum zu profitieren. Und alle trafen sich gerne zum Spiel im Casino. So ganz uneigennützig war das Handeln der Familie Bénazet dann doch nicht.

Mode und Kunst, Architektur und Kulinarik Die Kurhauskolonnaden, die damalige Sophien Allee und sehr viele städtische Gebäude lassen keinen Zweifel aufkommen, welche Stimmung hier geschaffen werden sollte.